England denkt über WM-Verzicht nach – BKA erwartet hohe Gefährdung

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Aus politischen Gründen droht der britische Außenminister Boris Johnson damit, dass die englische Nationalmannschaft auf die WM in Russland verzichte. Denn aktuell kursieren in den Medien verschiedene Berichte über den ehemaligen russischen Geheimdienstoffizier Sergej Skripal. Dieser erkrankte unter “mysteriösen Umständen” und befindet sich in einem medizinisch-kritischem Zustand. Ähnlich wie 2006 beim früheren Geheimagenten Alexander Litwinenko, wird nun vermutet, dass Skripal im Auftrag von Russland vergiftet wurde. Nun möchte der Außenminister Johnson ein “ernstes Gespräch über unseren Umgang mit Russland” führen, denn sollte sich die Vermutung über eine Vergiftung bestätigen, “dann kann ich mir schwer vorstellen, wie wir im Juli zur WM fahren können”, so Johnson.

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Betroffen ist dabei nicht nur Skripal selber, sondern auch seine Tochte befindet sich in einem ähnlichen medizinischen Zustand, beide liegen in einem Krankenhaus, seitdem sie in einem Einkaufszentrum der Stadt Salisbury gefunden wurden.

Russland steht durch die kommende WM unter einem immensen Druck, denn neben dem Unmut der Engländer, geraten die Russen durch ihren politischen Einfluss ins Visier vieler Feinde. Durch die Beteligung an den Kriegen in Syrien und dem Irak, wäre ein terroristischer Anschlag während der WM durchaus möglich, betrachtet man die verschiedenen Collagen die verbreitet wurden, wo Fußball-Stars wie Chrstiano Ronaldo, Lionel Messi oder Neymar mit einer Hinrichtung gedroht wird, bzw. dessen Hinrichtung abgebildet wird.

Neben ausländischen Gefahren, existiert auch ein innenpolitischer Ruheherd: die russichen Hooligans. Diesem Teil der russischen Fanszene wird Gewaltbereitschaft und Rassismus nachgesagt, dazu sollen sie auch im Frühjahr 2017 ein “Festival der Gewalt” angekündigt haben.

Im vergangen Europa-League-Spiel von Spartak Moskau und Athletic Bilbao, ist ein Polizist bei Krawallen von russischen Hooligans ums Leben gekommen.

Die Fifa hingegen stellt sich auf die Seite der Veranstalter und gab auch vor kurzem dem “SID” ein Statement:

“Die FIFA hat volles Vertrauen in die Sicherheitsvorkehrungen und das umfassende Sicherheitskonzept der russichen Behörden und des lokalen Organisationskomitees […].

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Die ohnehin schon hohen Sicherheitsstandards in Russland wurde und werden ständig auf die spezifischen Anforderungen und Herausforderungen einer solchen Sport-Großveranstaltung abgestimmt. Der FIFA Konförderationen-Pokal im vergangenen Jahr hat gezeigt, dass diese Konzepte greifen.”

Dazu muss auch gesagt sein, dass die Olympischen Spiele im Jahre 2014, welche ebenfalls in Russland organisiert wurden, genau so unter Kritik standen, aber dennoch ohne große Probleme stattgefunden haben.