Turbulentes Wochenende: Ausschreitungen in England und Frankreich

Lille_WestHam

Nicht nur auf den Plätzen der europäischen Ligen ging es am Wochenende zur Sache. Auch neben dem Platz gibt es einiges zu berichten. Bei West Ham United versuchten Fans, die Besitzer aus dem Stadion zu vertreiben, in Lille griffen Fans die eigenen Spieler an.

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Nach Niederlage: Klubbosse werden aus dem Stadion verjagt

West Ham United investierte zu Saisonbeginn große Summen in den Kader und erhoffte sich, oben mitspielen zu können. Nach dem 30. Spieltag sieht es aber ganz anders aus. Die „Hammers“ stehen auf Platz 16 der Tabelle und verloren am Samstag zu Hause mit 0:3 gegen den FC Burnley. Bei einigen Zuschauern brannten danach die Sicherungen durch und es kam zu einem Eklat. Dabei dauerte es nur bis zum ersten Gegentor nach gut einer Stunde, ehe sich eine größere Gruppe Zuschauer in Richutng Ehrentribüne bewegte. Das Ziel: die beiden Klubbosse David Sullivan und David Gold. „Ihr habt unseren Klub zerstört!“ riefen sie in Richtung der Besitzer. Nach jedem weiteren Tor der Gäste kamen Fans auf den Rasen, die von den Spielern aber zum Teil überwältigt wurden. „Ich würde nicht sagen, dass ich mich bedroht gefühlt habe, aber auf dieser Welt weißt du nie. Es wirkte, als hätten die Fans heute genug gehabt, sie wollten ihre Emotionen zeigen“, sagte West Hams Kapitän Mark Noble hinterher. Die Besitzer wurden nach dem Spiel von Sicherheitskräften aus dem Stadion eskortiert.

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In Frankreich: Fans schlagen auf eigene Spieler ein

Chaotisch und sogar gewaltsam wurde es nach dem 1:1-Unentschieden vom OSC Lille gegen HSC Montpellier in der französischen Ligue 1. Fans des abstiegsbedrohten Teams aus Lille stürmten nach dem Abpfiff das Feld und versuchten die Spieler zur Rede zu stellen. Manche versuchten sogar auf Akteure des eigenen Vereins einzuschlagen, was einigen auch gelang.  „Ich kann diese Reaktion nicht verstehen“, sagte Lille-Kapitän Ibrahim Amadou. „Sie haben reagiert, als sei die Saison schon zu Ende und wir abgestiegen – dabei bleiben noch neun Spiele. Dass sie enttäuscht sind, damit bin ich vollkommen einverstanden. Aber sie hätten ihren Unmut anders zum Ausdruck bringen können.“

Der Verein hat bereits angekündigt, juristische Schritte gegen die Täter einzuleiten. „Es wird keinerlei Toleranz geben. Wir werden einzelne Gewalttaten herausfiltern und entsprechende Strafen verhängen“, sagte Geschäftsführer Marc Ingla hinterher den Medien. Lille ist nach 29 Spielen Vorletzter und hat mit 28 Punkten nur einen Zähler Rückstand auf das rettende Ufer. Allerdings wartet man bereits seit Ende Januar auf einen Sieg.