Nach dem 0:6 in München: HSV trennt sich von Bernd Hollerbach

Hollerbach_HSV

Nach nur sieben Spielen muss Hamburgs Trainer Bernd Hollerbach schon wieder seinen Hut nehmen. Der ehemalige Profi der Hanseaten konnte der Mannschaft im Abstiegskampf nicht die erhofften Impulse vermitteln. Nach der Beurlaubung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen und des Sportdirektors Jens Todt ist dies bereits die vierte personelle Veränderung beim HSV innerhalb weniger Tage.

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U21-Coach übernimmt

Ein Nachfolger für den gescheiterten Hollerbach, der vor 49 Tagen auf Markus Gisdol gefolgt war, ist bereits gefunden. Wie die Hamburger mitteilten, soll Christian Titz, der bisherige Coach der Hamburger Regionalliga-Mannschaft bis zum Saisonende die Profis betreuen. Am Samstag wird der 46-Jährige, der bisher eher kleinere Stadien und Sportplätze gewohnt war, gegen Hertha BSC zum ersten Mal auf der Bank des HSV Platz nehmen. Damit wechselten die akut abstiegsbedrohten Hamburger schon zum zweiten Mal innerhalb dieser Saison den Trainer. Rückblickend ist Titz sogar der 16. Trainer innerhalb der letzten zehn Jahre. Sein Fokus sollte neben einer stabilen Defensive besonders aufs Tore schießen gerichtet sein. Schließlich haben die Spieler des HSV mit 18 Toren so wenige Treffer erzielt wie keine andere aktuelle Bundesliga-Mannschaft.

Von Heesen vorübergehend an Bord

Bis ein neuer Verantwortlicher für die sportliche Abteilung gefunden wird, soll Thomas von Heesen die bisherigen Aufgaben von Jens Todt übernehmen. Bei ihm sollen „die tagesoperativen Managementfäden für die Bundesliga zusammenlaufen“, so der derzeitige Vorstandschef Frank Wettstein. Der 56-Jährige von Heesen war früher selber für den HSV aktiv und kennt den Verein daher bestens. Außerdem ist er ehemaliges Vorstandsmitglied. Zwischen 1980 und 1994 absolvierte der gebürtige Ostwestfale 425 Spiele für die Rothosen, in denen er 114 Tore erzielte.

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Fanreaktionen: Frust schlägt in Drohungen um

Nach dem Debakel in München befestigten Unbekannte am Hamburger Trainingsplatz neben den Volksparkstadion ein Transparent. Es trug die Aufschrift: „Eure Zeit ist abgelaufen! Wir kriegen euch alle.“ Um die Botschaft herum wurden zudem schwarze Kreuze platziert. Nach 13  Spielen ohne Sieg und sieben Punkten Rückstand bis zum Relegationsplatz scheint der erste Bundesliga-Abstieg der Hamburger kaum noch abwendbar zu sein.