Handball-Legende Bernhard Kempa ist tot

Bernhard_Kempa

Im Alter von 96 Jahren ist der „Monsieur Handball”, der 2011 für seine Verdienste in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen wurde, gestorben. Dies bestätigte der Frisch Auf Göppingen, bei dem Kempa über 70 Jahre Mitglied war und mit dem er neunmal den nationalen Titel holen konnte. Kempa war bei Frisch Auf nicht nur als Spieler aktiv, er arbeitete auch jahrelang als Trainer für diesen Verein. In den Fünfzigerjahren galt er als bester Handballer der Welt. Mit der deutschen Nationalmannschaft holte er als Spieler zwei Weltmeistertitel im Feldhandball und WM-Silber in der Halle.

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Die Handball-Welt trauert diese Woche um einen ihrer größten Sportler. Was der deutsche Handball dem Spieler und Trainer zu verdanken habe sei kaum in Worte zu fassen, erklärte der Präsident des Deutschen Handballbundes diese Woche. Bernhard Kempa habe nicht nur Handballgeschichte geschrieben, er bleibe auch dank eines nach ihm benannten Tricks immer Teil der DNA des Sports.

Der nach ihm benannte Kempa-Trick wird immer wieder mit dem „Alley Oop“ im Basketball verglichen und beschreibt einen Spielzug bei dem der Ball auf einen in Richtung des Tores rennenden Spieler gepasst wird, der den Ball im Sprung fängt und direkt auf das Tor wirft. Das Tor ist dabei natürlich nur gültig, wenn der Ball die Hand verlassen hat, bevor der Spieler den Boden im Kreis berührt. Das macht diesen Spielzug so riskant und gleichzeitig für die Zuschauer so attraktiv. Der derzeitige Kempa-Trick-Rekord liegt bei fünf nacheinander, durchgeführt von einer norwegischen Hallenhandball-Vereinsmannschaft.

Bernhard Kempa war übrigens nicht nur ein begnadeter Handballer, sondern auch ein hervorragender Tennisspieler. Im Tennis wurde er im Seniorenbereich dreimal Welt- und Europameister.

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