Frauenfußball: Steffi Jones nicht länger Bundestrainerin

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Nach dem schwachen Auftritt beim SheBelieves-Cup in den USA wurde Steffi Jones mit sofortiger Wirkung von ihren Aufgaben als Trainerin der Frauen-Nationalmannschaft entbunden. Als Interimslösung soll Horst Hrubesch die Mannschaft bei den kommenden beiden Spielen betreuen.

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Ergebnisse stimmen nicht: Bierhoff hofft auf neue Impulse

Bei dem Vier-Nationen Turnier in den USA gab es ein Remis und zwei Niederlagen, besonders die 0:3-Pleite gegen die Damen aus Frankreich zeigte die Defizite der deutschen Mannschaft. Nun sei man „zu der Überzeugung gekommen, dass die Mannschaft eine neue Führung braucht“, wie der Direktor der Nationalmannschaften, Oliver Bierhoff, mitteilte. Die Entscheidung fällte das Präsidium des deutschen Fußball-Bundes (DFB), in der neben Bierhoff auch der sportliche Leiter Joti Chatzialexiou teilnahm. Letzterer hatte die Mannschaft mit zum Turnier begleitet.

Steffi Jones absolvierte 111 Spiele für die Frauen-Nationalmannschaft und trat nach dem Olympiasieg 2016 das Erbe der langjährigen Bundestrainerin Silvia Neid an. Bei der Europameisterschaft in den Niederlanden scheiterte man unter Jones im Viertelfinale an Dänemark, was bereits Kritik an der unerfahrenen Trainerin hervorrief. Trotzdem wurde der Vertrag der 45-Jährigen bis zur WM in Frankreich verlängert. „Steffi Jones ist die Aufgabe als Trainerin mit großem Engagement und Einsatz angegangen, dafür möchte ich ihr im Namen des gesamten Präsidiums sehr herzlich danken. Sie ist und bleibt ein prägendes Gesicht des deutschen Frauenfußballs, und ich würde mich freuen, wenn sie in anderer Funktion dem DFB und dem Frauenfußball erhalten bleibt“, sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel.

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Für zwei Spiele: Hrubesch übernimmt

Bis eine neue Lösung gefunden wird, soll Horst Hrubesch die Mannschaft betreuen. Im April stehen noch zwei Spiele gegen Tschechien und Slowenien an. Der 66 Jahre alte Ex-Profi des Hamburger SV verfügt über reichlich Erfahrung, 2016 gewann er mit der deutschen U21-Auswahl die olympische Silbermedaille. „Wir werden uns deshalb jetzt die nötige Zeit nehmen, im engen Austausch mit der Liga einen passenden Kopf für diese Aufgabe zu finden. Dass wir mit Horst Hrubesch eine hervorragende Übergangslösung haben, zeigt, wie gut und kompetent wir in unserem Trainerbereich aufgestellt sind“, sagte Chatzialexiou.

Horst Hrubesch ist der erste männliche Bundestrainer seit 22 Jahren, damals war Gero Bisanz der zuständige Trainer. „Ich habe den Frauenfußball in den vergangenen Jahren verfolgt und war auch bei der Europameisterschaft im Sommer vor Ort. Ich helfe in dieser Phase gerne und freue mich sehr, dass mich Uli Ballweg und Thomas Nörenberg in den kommenden Spielen dabei unterstützen werden“, sagte er zu seinem Amtsantritt.