Folger schafft trotz Crew-Patzer die Top 10

MGP_Folger

Fünf Wochen nach seinem sensationellen zweiten Platz beim Großen Preis von Deutschland gab es in Tschechien die große Ernüchterung. Der Oberbayer startete zwar gut ins MotoGP-Rennen in Brünn, fiel dann jedoch nach einem verpatzten Boxenstopp zurück. Da das Rennen vor dem Start als Regenrennen deklariert wurde starteten die Fahrer mit Regenreifen. Viele Zweitmaschinen waren in den Boxengassen schon aufgereiht, doch als Jonas Folger schon in der zweiten Runde wechseln wollte, war sein Bike noch nicht startklar. So musste er eine zweite Boxenrunde einlegen. Das kostete Folger natürlich kostbare Zeit und am Ende reichte es nur für Platz 10.

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Der französische Teamchef war außer sich. Er sah den Fehler ganz klar beim Team. Auch Eurosport Experte Ralf Waldmann ist sich sicher, dass Jonas Folger in Tschechien seinen nächsten Podiumsplatz erreicht hätte, wenn das Zweitbike bereit gewesen wäre. Vielleicht wurde Folger von seiner Crew sogar um einen Sieg gebracht, doch Vorwürfe machte der Rookie nach dem verpatzten Rennen niemanden. Vom Ende des Feldes konnte sich Folger mit konstant starken Rundenzeiten immerhin noch auf Platz 10 vorkämpfen. Noch schlimmer als Folger traf es Jorge Lorenzos Motorradwechsel. Obwohl er bis zur fierten Runde wartete war sein Motorrad immer noch nicht fertig.

Der Sieg ging auf das Konto des Weltmeisters Marc Marquez (Honda), dessen Team demonstrierte wie so ein Boxenstopp richtig funktioniert. Als der Spanier zeitgleich mit Folger heranfuhr sprang er auf die bereitstehende, auf Trockenverhältnisse abgestimmte Maschine und war auf und davon. Dadurch konnte der Spanier an Zeit gewinnen und seinen dritten Saisonsieg, vor seinen Landsmännern Dani Pedrosa (Honda) und Maverick Vinales (Yamaha) einfahren. Im Gesamtklassement führt Marquez nach zehn von 18 Läufen vor Vinales und den Italienern Andrea Dovizioso (Ducati/133) und Valentino Rossi (Yamaha/132).

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