Bundesliga: Die Samstagsspiele im Vorbericht

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Am 27. Spieltag gibt Christian Titz sein Debüt als Trainer der HSV-Profimannschaft. Gegner im Volksparkstadion ist Hertha BSC. Außerdem empfängt Frankfurt den Nachbarn Mainz 05 zum Rhein-Hessen-Derby. Hoffenheim ist in Gladbach zu Gast und Bremen spielt in Augsburg. Am Abend steht dann noch das 18.30-Uhr-Spiel zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC Schalke 04 auf dem Plan.

Rotation in Hamburg: Bringt Titz neue Impulse?

In den zurückliegenden Tagen durchlebte der Hamburger SV zahlreiche personelle Veränderungen. Auch in der Startelf dürfte es nun Einschnitte geben. Angefangen auf der Torwartposition, wo der bisherige Nachwuchscoach Titz U21-Europameister Julian Pollersbeck anstelle von Christian Mathenia aufstellen könnte. Unter der Woche ließ Titz noch mit einem großen Aufgebot trainieren, 29 Spieler standen am Donnerstag auf dem Trainingsplatz. Ob es am Samstag große Überraschungen geben wird, bleibt abzuwarten. „Es wird Veränderungen geben“, ließ Titz unter der Woche durchblicken. „Wir wollen einen Mix aus jüngeren und älteren Spielern herstellen.“

Gegner Berlin stellt sich auf einen anderen HSV als in den letzten Wochen ein, Pal Dardai sieht darin aber keinen Grund zur Beunruhigung. „Vielleicht ist es auch gut für uns. Wir sind fokussiert auf unser Training, auf unsere Automatismen”, sagte der Coach der „Alten Dame“. Der HSV hat seit Ende November nicht mehr gewonnen. Bei den Gästen könnte Julian Schieber nach einer einjährigen Verletzungspause erstmals wieder in den Kader rücken.

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SGE vs. M05: Revanche für Mainz?

Es ist nicht lange her, da standen sich Frankfurt und Mainz noch im Viertelfinale des DFB-Pokals gegenüber. Anfang Februar behielt die Eintracht mit 3:0 die Oberhand. Die 05er erwischten damals allerdings einen enorm schwachen Tag, es ist also nicht gesagt, dass auch das zweite Aufeinandertreffen innerhalb von sechs Wochen derart einseitig verläuft. Inklusive des Pokalspiels holte die Eintracht zuletzt fünf Heimsiege in Folge und peilt nun das halbe Dutzend an. Mainz will sich für das Aus im Pokal revanchieren und gleichzeitig in der Tabelle den Relegationsplatz an Wolfsburg weitergeben. Mit 25 Punkten sind die Mainzer zurzeit punktgleich mit dem VfL 16. „Wir haben in Frankfurt noch was auszumerzen. Es wird von unserer Seite nicht nochmal so ein Spiel geben wie im Pokal“, sagte Verteidiger Daniel Brosinski. Trainer Sandro Schwarz ist jedoch gewarnt, besonders wegen der starken zweiten Hälfte, die die Eintracht vorige Woche in Dortmund ablieferte. „Eine überragende zweite Halbzeit der Eintracht“, sagte der Schwarz, der die Partie im Fernsehen verfolgte. Wir brauchen viele kleine Siege in den Laufduellen und Zweikämpfen. Daraus entwickelt sich dann auch ein Gefühl für das Spielerische.“ Das Hinspiel endete 1:1.

Hoffenheim kann seine Serie ausbauen – Gladbach im Verletzungspech

Die Kraichgauer gewannen die letzten beiden Spiele mit insgesamt 5:0 Toren und wollen in Gladbach nun nachlegen. Außerdem ist die Partie ein Sechs-Punkte-Spiel im Rennen um den begehrten siebten Tabellenplatz. Diesen nimmt zurzeit mit 38 Punkten noch die TSG ein, die Borussia ist drei Punkte dahinter Neunter. Fohlen-Coach Dieter Hecking muss im Heimspiel auf insgesamt acht Spieler verzichten. Allein sechs davon haben Muskelverletzungen, darunter Denis Zakaria, Ibrahima Traore und Oscar Wendt. Letzter könnte gegen Hoffenheim aber schon wieder zurückkehren. Hinzu kommen Christoph Kramer mit einer Knieverletzung und Jannik Vestergaard der sich einen Mittelfußbruch zuzog und in der Gladbacher Defensive schmerzlich vermisst wird. Dagegen könnte Raffael nach einer längeren Ausfallzeit wieder in die Mannschaft rücken.

In der Liga hängt man den eigenen Ansprüchen deutlich hinterher, schon sechsmal ging man in der Rückrunde als Verlierer vom Feld. Im letzten Heimspiel gegen Bremen gab die Borussia eine 2:0-Führung aus der Hand. Verliert Gladbach auch gegen Hoffenheim, rückt das Ziel Europa in weite Ferne. Mit einem Heimsieg wäre man wieder dran am internationalen Geschäft. Die Zuschauer können sich auf Tore freuen – zumindest statistisch gesehen. In den 19 Begegnungen beider Teams in der Bundesliga fielen im Schnitt vier Tore.

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Augsburg oder Bremen, wem gelingt der nächste Schritt?

In der Vorwoche gewannen beide Mannschaften ihre Spiele mit 3:1 – Augsburg in Hannover und Bremen  gegen Schlusslicht Köln. Mit einem Sieg im direkten Duell könnte man sich nun wichtige Punkte im Abstiegskampf sichern. Augsburg verlor zwar die letzten beiden Heimspiele, ist mit 35 Punkten bei noch acht Partien aber so gut wie durch. Bremen hat mit 30 Punkten fünf Zähler Vorsprung auf den 16. Mainz. „Fünf Punkte sind auch schnell wieder weg“, sagte Bremens Coach Florian Kohfeldt, der die Partie nicht auf die leichte Schulter nimmt. Ich warne deshalb davor, die Sache zu leicht zu nehmen. Nach Augsburg und der Länderspielpause kommen für uns die Teams von oben“, fügte er im Hinblick auf die noch anstehenden Partien hinzu. Mit Dortmund, Leverkusen, Frankfurt  und Leipzig spielt Bremen noch gegen vier Teams aus dem oberen Drittel.

Die Augsburger haben großen Respekt vor dem Gegner. Laut Trainer Manuel Baum sei Bremen eine Mannschaft, „die vor allem wegen ihrer spielerischen Qualität im vorderen Mittelfeld zu finden sein sollte.“ Definitiv wird es eine andere Partie als im Hinspiel, die die Fuggerstädter noch deutlich mit 3:0 gewinnen konnten. „Bremen ist eine gute Mannschaft. Sie haben eine sehr flexible, spielstarke vordere Reihe“, fügte Baum hinzu. „Sie sind aber nur fünf Punkte vom Relegationsplatz entfernt und werden aggressiv und spielstark auf dem Rasen auflaufen.“

Naldo wieder fit, Kehrer noch unklar

Der Tabellenzweite aus Schalke trifft am Samstagabend auf den 15. Wolfsburg. Die Niedersachsen spielen eine enttäuschende Saison und treffen nun auf einen Gegner, auf den das genaue Gegenteil zutrifft. Die Königsblauen gewannen die letzten vier Spiele und setzten sich damit auf einem Champions League Rang fest. Ob Thilo Kehrer in Wolfsburg auflaufen wird, steht noch nicht fest. Dieser hatte sich in Mainz eine Verletzung am Auge zugezogen. Diese befinde sich zwar auf dem Weg der Besserung. Es liegt an Thilo“, sagte Domenico Tedesco. Abwehrchef Naldo fehlte im Abschlusstraining noch, gegen seinen Ex-Klub ist der Brasilianer aber wieder dabei. „Eine reine Vorsichtsmaßnahme“, so Tedesco. Erst vor sechs Wochen standen sich beide Mannschaften gegenüber. Im Pokal-Viertelfinale ging Schalke daheim mit 1:0 als Sieger vom Feld.