Bundesliga: Baden-Württemberg-Derby zum Auftakt

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Der 27. Spieltag der Bundesliga wird am Freitag vom SC Freiburg mit dessen Heimspiel gegen den VfB Stuttgart eröffnet. Der VfB liegt derzeit mit 34 Punkten als zehnter vier Zähler vor dem SCF auf Platz 14. Nachdem die Schwaben unter Hannes Wolf nur einen Auswärtspunkt holten, waren es unter Tayfun Korkut bereits sieben, die letzten beiden Auftritte auf fremdem Platz wurden jeweils gewonnen. In Freiburg erwartet die Zuschauer eine umkämpfte Partie.

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Die Taktik entscheidet: Freiburg stabil, VfB formstark

Der SC Freiburg verlor sein letztes Heimspiel gegen den FC Bayern zwar deutlich mit 0:4, war zuvor im eigenen Stadion aber meist schwer zu knacken. Die Breisgauer sind besonders für ihre Laufstärke und die gute Ordnung in der Defensive bekannt. Christian Streich verordnet seinen Spielern stets frühes Pressing, um den Gegner unter Druck zu setzen. Dementsprechend wird auch Tayfun Korkut seine Spieler auf den Gegner einstellen. Die Freiburger können dank ihrer Flexibilität verschiedene Systeme spielen, was sie schwer zu berechnen macht. Zumindest im Angriff ist ein klares Muster zu erkennen: der SC spielt sich gerne durch das Zentrum zum Abschluss, eine Taktik, die auch die Bayern vor zwei Wochen in Bedrängnis brachte. Dies dürfte den Schwaben aber entgegenkommen, unter Korkut gehörte besonders die Verteidigung des Zentrums zu den Stärken des Aufsteigers. Es wird als nicht nur intensiv, auch Geduld müssen die Mannschaften auf den Platz bringen. „Im Moment ist die Tendenz eher, dass wir 1:0 oder 0:0 spielen als 3:2. Aber wenn wir nicht so leidenschaftlich arbeiten würden, dann würden die Gegner 3:0 oder 4:0 gewinnen“, so Christian Streich.

Baumgartl fällt aus – auch Ravet nicht dabei

Verzichten müssen die Gäste wie auch in der Vorwoche auf Timo Baumgartl. Der Youngster erlitt vor der Partie gegen Leipzig eine leichte Gehirnerschütterung und ist noch immer nicht ganz fit. Auf Seiten der Freiburger fehlt Yoric Ravet wegen eines Muskelfaserrisses. Die Kreativität des Franzosen fehlte schon in Berlin und Hoffenheim, wo die Offensive der Freiburger wenig zustande brachte. Anfang der Woche wurde außerdem bekannt, dass Christian Streich bis zum Ende der Saison auf Amir Abrashi (Kreuzbandriss) und Caleb Stanko (Meniskus-OP) verzichten muss. Wegen der personellen Engpässe könnte Mike Frantz nach längerer Pause wieder auf dem Platz stehen – „aber nicht von Anfang an“, wie Christian Streich versicherte. Streich kritisierte aber auch, dass seine Spieler „körperlich und mental an der Kante“ seien. Dennoch werde man „hochmotiviert“ in die Partie gehen.

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Statistik spricht für den VfB

Das Hinspiel gewann der VfB im eigenen Stadion deutlich mit 3:0, es war der bisher höchste Saisonsieg der Stuttgarter. Es ist zu erwarten, dass das Rückspiel am Freitag (20.30 Uhr) eine knappere Angelegenheit wird. Der direkte Vergleich spricht aber für den VfB. Von den letzten sechs Begegnungen gewannen die Schwaben vier, zwei endeten mit einem Remis. Das letzte Heimspiel gegen den VfB vor knapp dreieinhalb Jahren verloren die Freiburger klar mit 1:4. Seit dem ist aber viel passiert im Breisgau und so ist man optimistisch, den VfB zum ersten Mal seit September 2013 endlich bezwingen zu können.