Blitze: Schalke mit Millionen-Verlust – Erfurt eröffnet Insolvenzverfahren

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Die wichtigsten Kurz-Nachrichten im Überblick: Auf Schalke wurde am Mittwoch die Geschäftszahlen des letzten Jahres veröffentlicht. In Köln reagierten die Verantwortlichen auf die Vorkommnisse im letzten Heimspiel und sprachen ein Stadionverbot aus. Drittligist Erfurt plant derweil einen Neustart in der Regionalliga.

Schalke 04 trotz Verlusten zufrieden

Eigentlich müsste man bei den Geschäftszahlen des FC Schalke 04 aufhorchen. 12,2 Millionen Euro Verlust machten die Gelsenkirchener im Geschäftsjahr 2017, dies ergab die am Mittwoch veröffentlichte Konzern-Bilanz. Mit 240,1 Millionen Euro lag der Umsatz zudem deutlich unter dem des Vorjahres (265,1 Millionen Euro). 2016 gab es noch einen Überschuss von 29,1 Millionen Euro. Dennoch zeigten sich die Verantwortlichen des Bundesligisten zufrieden. Die Umsätze im operativen Geschäft stiegen 2017, was Finanzvorstand Peter Peters positiv hervorhebt. „Das Wachstum in sämtlichen operativen Umsatzbereichen ist ein sehr starkes Signal für die künftige Entwicklung des FC Schalke 04,“ sagte dieser. Aufgrund der guten sportlichen Situation der Schalker rechnet er 2018 mit „weiter steigenden Erlösen und einem positiven Konzernergebnis im mittleren einstelligen Millionen-Bereich.“

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Nach Zieler Beleidigung: Kölner Vorsänger erhält Stadionverbot

Am Dienstagabend sprach der 1. FC Köln gegen einen der Vorsänger aus der Südkurve ein bundesweites Stadionverbot aus, das für zwei Jahre gültig ist. Damit reagierte man auf die Beleidigungen, denen sich Stuttgarts Keeper Ron-Robert Zieler im Gastspiel in Köln ausgesetzt sah. Über ein Megafon wurde der gebürtige Kölner über die gesamte zweite Halbzeit hinweg übel beschimpft, was auch im TV deutlich zu hören war. Unter anderem wurde dabei das Andenken an Robert Enke sowie Zielers Mutter beschimpft. Der Beschuldigte zeigte in einer Anhörung zwar Reue und wolle sich bei den Betroffenen entschuldigen, eine Strafe konnte er aber nicht mehr abwenden. Der Vorsänger hatte gerade erst ein Stadionverbot abgesessen und stand unter Bewährung. Der zweite Tatverdächtige kommt ohne Strafe davon, weil ihm “keine schwerwiegende Beleidigung nachgewiesen werden” könnten, “die aus Sicht der Kommission ein Stadionverbot gerechtfertigt” hätten. Auch den Verein erwartet wegen der Vorkommnisse eine Strafe, die Ermittlungen des DFB-Kontrollausschusses laufen aber noch.

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3. Liga: Erfurt stellt Insolvenz-Antrag

Drittligist Rot-Weiß Erfurt stellt Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens, dies gab der Verein am Mittwoch bekannt. Damit soll ein wirtschaftlicher und sportlicher Neustart ermöglicht werden. Die Thüringer stehen abgeschlagen am Ende der Tabelle und hatten ohnehin nur noch geringe Chancen auf einen Klassenverbleib. Durch den Insolvenzantrag und den damit verbundenen Abzug von neun Punkten plant man für die kommende Saison mit der Teilnahme an der Regionalliga Nordost. “Uns ist bewusst, dass dieser Schritt für unsere Gläubiger ein schmerzhafter ist. Gleichwohl bitten wir um Verständnis, dass wir ihn nun gegangen sind”, sagte Präsident Frank Nowag. “Die beispielhafte Unterstützung, die unsere Mannschaft nach wie vor durch unsere Fans erfährt, und das Bekenntnis unserer Sponsoren zum Verein bestärken uns darin, die kommenden schweren Monate gemeinsam durchzustehen. Dies wird die Basis sein für den Neuanfang in der kommenden Saison.”