3:1 in Istanbul: Bayern erwartungsgemäß im Viertelfinale

CL_Besiktas_FCB

Das Weiterkommen des FC Bayern München in der Champions League war nach dem klaren Erfolg im Hinspiel nur noch Formsache. Bei Besiktas Istanbul lief man dennoch mit Bestbesetzung auf, gegen schwache Türken stand am Ende ein verdientes 3:1 (1:0) zu Buche.

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Selbst der mit Gelb vorbelastete Robert Lewandowski stand in der Anfangsformation, was darauf hindeutete, dass man das Ziel eines „seriösen“ Auftritts sehr ernst nahm. Die Tore erzielten am Mittwochabend dann aber andere. Das Spiel begann bei hitziger Atmosphäre turbulent, beide Mannschaften wollten im Rückspiel noch einmal als Sieger vom Feld gehen. Bei jedem Ballbesitz pfiffen die Zuschauer lautstark und versuchten den Rekordmeister damit aus dem Konzept zu bringen. Dies gelang aber nicht.  Die Bayern präsentierten sich letzten Endes zielstrebiger, in der elften Minute schoss David Alaba einen Freistoß gefährlich auf das Tor. Zengin wehrte zur Seite ab, Thomas Müller konnte die Chance im Nachschuss aber nicht verwerten. Ein paar Minuten später war Müller dann selber als Vorbereiter zur Stelle. Nachdem sich Ribéry auf der linken Seite gut durchsetzen konnte, kam der Ball zum 25-Jährigen, der von rechts in den Strafraum flankte. Dort stand Thiago goldrichtig und markierte das 0:1 (18.). Dieser verletzte sich kurz darauf jedoch und wurde durch James ersetzt. “Thiago hat einen Schmerz unter der Fußsohle verspürt. Er wird morgen untersucht. Ich glaube nicht, dass es so schwerwiegend ist”, sagte Jupp Heynckes im Nachgang der Partie.  Beide Innenverteidiger des FCB handelten sich noch im ersten Durchgang Gelbe Karten ein und sind nun vorbelastet. Erst nach dem Viertelfinale werden die Karten annulliert, bis dahin droht bei einer zweiten Verwarnung eine Sperre.

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Heynckes reagierte und brachte zur Pause Niklas Süle für Mats Hummels. Dieser sah von der Bank aus, wie seine Kollegen direkt offensiv weitermachten und nach nur 28 Sekunden im zweiten Durchgang das Eigentor von Gökhan Gönul erzwangen (46.). Die Bayern ließen es in der Folge aber etwas zu entspannt angehen und leisteten sich Fehler im Spielaufbau. Einen nutzte Vagner Love, der nach einem Ballverlust vor dem eigenen Strafraum zum Anschluss treffen konnte (58.). Wenig später hätte Beskitas sogar um ein Haar den Ausgleich erzielt, Mustafa Pektemek setzte das Leder aber knapp am Kasten von Sven Ulreich, der noch mit den Fingerspitzen dran war, vorbei (60.). In der Schlussphase brachte Heynckes Sandro Wagner für den blassen Lewandowski. Der Winterneuzugang traf kurz vor dem Ende nach Flanke von Alaba zum 3:1-Endstand (84.). Der Einzug des FC Bayern ins Viertelfinale ist freilich keine Überraschung, trotz der komfortablen Ausgangslage präsentierten sich die Münchner aber in guter Verfassung, wenn auch mit kleineren Fehlern. Dies bemerkte auch Jerome Boateng. “Dazu hatten wir zu viele unnötige Ballverluste. Das wissen wir selber, da müssen wir kritisch mit umgehen. Wir müssen uns steigern, da kommen noch andere Gegner”, sagte er im Hinblick auf das Viertelfinale, in dem man auf einen echten Kracher treffen könnte.

Besonders die Atmosphäre im Stadion dürfte den Spielern noch lange in Erinnerung bleiben. “Die Atmosphäre war Wahnsinn, da summen einem die Ohren”, sagte Torwart Sven Ulreich. Torschütze Wagner meinte außerdem: “Ich hatte schon auf der Bank Gänsehaut, ich war echt froh, als ich aufs Feld durfte.”